3. PornfilmfestivalBerlin 22.-26.10.2008

4. PornfilmfestivalBerlin 2009 – new blog !!!!!

You will find the new blog here:

http://www.pornfilmfestivalberlin.de/pff/

Simulationsraum – Stefan Höltgen: PFF: Selfploitation

Posted in reviews, Trashbacks by assistant2008 on November 2, 2008

Vortrag: Stephan Wolf “The Privacy of Porn: All is intimate, nothing is true”

Gestern war ein Wort-Tag. Zuerst habe ich mir im Kino “Eiszeit” einen sehr instruktiven Vortrag von Stephan Wolf über die Frage das Privaten in der Pornografie gehört. Zentrale Thesen waren:

  1. Private Porn ist ein Widerspruch in sich. In dem Moment, wo eine Kamera oder ein Publikum anwesend sind, ändert sich das Verhalten des Gefilmten und wird “unprivat”.
  2. Private Porn, wie sie auf Clip-Portalen wie Youporn, yutuvu und anderen gezeigt werden, verlieren ihren pornografischen “Wert” in dem Moment, wo das Gesicht der Protagonisten nicht zu sehen ist.
  3. Private Porn in der Art der Clips von “Beautiful Agony”, in denen nur das Gesicht gezeigt wird, öffnet dem Fake Tür und Tor.

Die Gegenüberstellung von “Fake” und “authentisch” halte ich (natürlich) für etwas problematisch. Authentizität ist keine Eigenschaft des Bildinhaltes, sondern der Form in Verbindung mit der medienhistorischen Vorbildung des Zuschauers. Insofern war das letzte von Wolf herangezogene Filmbeispiel aus “Beautiful Agony” besonders interessant. Hatten sich die mir bekannten Clips der Seite zuvor darauf beschränkt, einzelne Frauen(gesichter) mit starrer Kamera in einer Plansequenz zu filmen, so hat das vorgeführte Beispiel drei Modelle gezeigt, dramaturgisch (im Hinblick auf ein Erreichen der “Klimax”) montiert und mit Authentizitätsmarkern versehen: Hinter dem Körper derjenigen, die gerade im Bildvordergrund zu sehen ist, sieht man eine andere Protagonistin und die Kamera, die sie filmt. Zum Erreichen der Authentizitätssuggestion ist dabei sowohl die Montage als auch das filmische Beiwerk (Ton und Setting) entscheidend.

Als Gradmesser für Privatheit, wenngleich sie nach der ersten These sowieso unmöglich ist, die Betonung bestimmter “body parts” heranzuziehen, klang allerdings überaus plausibel für mich. Wolf leitete das aus der Frühgeschichte des Films her und verwies auf den kurzen Film “The Kiss” von 1896, in welchem der Kuss als damals größtmögliche Abbildung des Privaten auf das Gesicht konzentriert ist und in Großaufnahme gezeigt wird.

Vielleicht erklärt sich damit auch die seltsame Faszination, die Bukake-Aufnahmen im Pornofilm haben, weil sie die für die Pornografie konstitutiven “body parts” miteinander in einem Bild kombinieren. Ich erinnere mich, dass in der Videothek in Jena, in der ich Mitglied war, der mit Abstand am häufigsten Verliehene Film ein Porno war, auf dessen Cover nichts anderes als ein mit Sperma übersätes Gesicht war. Auf der Rückseite waren dann ausschließlich ähnliche Screenshots. In Anbetracht der landläufigen Annahme, dass es der nackte weibliche Körper sei, der pornografisches Interesse auslöst, hat den Videothekar und mich schon damals das empirische Gegenteil überrascht.

www.simulationsraum.de

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3. PornfilmfestivalBerlin – der 4. Tag

Posted in Info by assistant2008 on October 27, 2008

Am Samstag war natürlich Kino-Tag, und die Kinos waren voll:

Eiszeit Kino am Samtag

Eiszeit Kino am Samtag

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Das Eiszeit am Samstag mit Moderator Kevin im Vordergrund

Das Eiszeit am Samstag mit Moderator Kevin im Vordergrund

Im Moviemento gab es u.a. die spannende Diskussion zu dem Film “Geiler Scheiß”, den Dokumentarfilm “Herzfeuer” und den Vortrag “Vampire, Zombies, Mumien und andere Sex-Monster” von Stefan Höltgen.

Stefan Höltgen mit Kurator Jochen Werner

Stefan Höltgen mit Kurator Jochen Werner

Ein Höhepunkt am Abend war die Vorführung von “Claudette” im überfüllten Kino:

Claudette und Sylvie Cachin

Claudette und Sylvie Cachin

Claudette und Sylvie nach dem Film

Claudette und Sylvie nach dem Film

Während des ganzen Festivals haben wir uns mittags immer mit allen Filmemachern und Mitarbeitern im “Mädchen ohne Abitur” getroffen:

Mädchen ohne Abitur

Mädchen ohne Abitur

Mädchen ohne Abitur

Mädchen ohne Abitur

Mädchen ohne Abitur

Mädchen ohne Abitur

Nach der letzten Vorstellung ging es natürlich wieder in die Nachtbar, die am Samstag mit Mouse und dem Fisting Club besondere Performances bot. (Die Fotos sind nicht jugendfrei 😉 ).

Charles Lum, Claudette und Kuratorin Manuela Kay in der dunklen Nachtbar

Charles Lum, Claudette und Kuratorin Manuela Kay in der dunklen Nachtbar

Das war der Samstag…..

3. PornfilmfestivalBerlin – der 3. Tag

Posted in Info by assistant2008 on October 25, 2008

Wir sind mitten im Festival, und heute habe ich auch endlich Fotos vom Eiszeit Kino, in dem parallel zum Moviemento unsere Filme laufen:

Kino Eiszeit

Kino Eiszeit

Das PornfilmfestivalBerlin-Plakat im Kino Eiszeit

Das PornfilmfestivalBerlin-Plakat im Kino Eiszeit

Claudia - die Kinobetreuerin im Eiszeit

Claudia - die Kinobetreuerin im Eiszeit

Stefan - Kinobetreuer im Moviemento Kino

Stefan - Kinobetreuer im Moviemento Kino

Heute gab es im Moviemento Kino die Lecture “Any Orgasm is A Small Echo Of The Big Bang” von Willem van Batenburg und die Retrospektive von Ole Ege. Im Eiszeit lief “Neo-Fetish Posture” von Manon des Gryeux in unserem Kurzfilmprogramm “Machtspiele” im ausverkauften Kino Eiszeit. Hier sitzen die beiden Regisseure mit unserem Jury-Mitglied Manon des Gryeux zusammen:

Willem van Batenburg, Ole Ege und Manon des Gryeux im Moviemento Kino

Willem van Batenburg, Ole Ege und Manon des Gryeux im Moviemento Kino

Spät in der Nacht haben wir uns alle im Kino Eiszeit mit dem Publikum bei “Edward Penishands” amüsiert und danach ging es natürlich wieder in unsere NACHTBAR in der Adalbertstrasse 9 in Kreuzberg.

Wir sehen uns morgen wieder!

PornfilmfestivalBerlin 20 minutes on Youtube….

Posted in Info, youtube by assistant2008 on October 8, 2008

Youtube has censured this…. 😉

Visit http://www.pornfilmfestivalberlin.de/08e-festivalinfo.html to see the trailer 😉

Special event

Posted in special events by assistant2008 on October 2, 2008

Bleu Blanc Rose e.V. presents: (http://www.pornfilmfestivalberlin.de)
Wendy Delorme
Reading, from the novel “Quatrième génération” (The fourth Generation)
In French and German
KaCoSónia
SLAMusic
French-German electro poetry a cappella
23.10., 20:00, WirrWarr, Eintritt 5/3 Euro

Wendy Delorme + KaCoSóniaMore than “just” a novel, Quatrième Génération is a smart, sensitive, hilarious and poetic queer feminist manifesto, published in France by Editions Grasset in 2007. In this book, a young, lucid and ironic female narrator tells us the tale of queer love and four generations of women in her family, all considered “crazy”.

Wendy Delorme is a French writer who likes to tell her sex life, make up sex stories, undress in public and do public sex. She believes in pornography to save the world.
www.myspace.com/wendydelorme
www.myspace.com/quatriemegeneration

KaCoSónia is the french spokenword artist of Berlin, and as a poet possesses a veritable word pulping machine in her head. With sensuality, verbal dexterity, dark humour, a fiery temperament and an infectious delight in wordplay, this perfom-writer gives us food for thought on our bodies and cities, gender and sexuality, appearance and reality… and leaves no one unmoved. She wrote two books of short stories published in France by Editions Au Diable Vauvert.
www.celinerobinet.com
www.myspace.com/kacosonia

Bleu Blanc Rose e.V. is a french-german lesbian-gay-bi-trans organization from Berlin.
www.myspace.com/wirrwarrspace
www.bleublancrose.com

Myspace and Facebook

Posted in Info by assistant2008 on October 1, 2008

Visit our nightbar on Myspace!

http://www.myspace.com/nachtbar_p_rnfilmfestival
If you have a Profile on Facebook, you will find the PornfilmfestivalBerlin group here:

http://www.new.facebook.com/inbox/#/group.php?gid=42305855041

The official website of the PornfilmfestivalBerlin:

http://www.pornfilmfestivalberlin.de

Herzlich Willkommen !

Posted in Info by assistant2008 on October 1, 2008

3. Pornfilmfestival Berlin 2008

Unterhaltsam, horizonterweiternd, lustig, schamlos, verblüffend und sexy – und schon zum 3. Mal in der Stadt! Während draußen der Winter naht, wird es vom 22.-26.10.2008 in den Kinos Moviemento, Eiszeit und Xenon immer wieder heiß, denn dann gastiert dort das 3. Pornfilmfestival Berlin 2008!

Seit 2006 hat es sich das Pornfilmfestival Berlin auf die Fahnen geschrieben, den cineastischen Sex aus der Schmuddelecke herauszuholen – und die vielfältigen Erscheinungsformen der filmischen Fleischeslust auf die große Leinwand zu bringen. Bereits 2006 und 2007 entstand so eine bunte Vielfalt unterschiedlichster künstlerischer Herangehensweisen an die großen Themen um Körper, Lust, Liebe und Sexualität. Auch die 2008er Auslese unseres Programms beginnt, dem Thema entsprechend, mit einem big bang: Bereits zur Eröffnung zeigt die Pulp-Fiction-Retroporno-Phantasmagorie »The Bad Luck Betties« des amerikanischen Alt.Porn-Autorenfilmers Winkytiki, was Porno so alles sein kann: sexy und clever, lustig, und immer wieder auf überraschende Weise gegen den Mainstream-Strich gebürstet.

Dieses Jahr findet zum dritten Mal der Internationale Kurzfilmwettbewerb statt, der Blue Movie Award ist dotiert mit einem Preisgeld von 500 Euro. Die internationale Jury ist hochkarätig besetzt mit der bekannten Berliner Schauspielerin Susanne Sachsse, dem New Yorker Regisseur Joe Gallant und der Pariser Regisseurin und Photographin Manon des Gryeux. Ausserdem wird der maleflixx.tv Award für den besten schwulen Film des gesamten Festivals vergeben.

Unser Spielfilmprogramm bietet unter anderem neue Filme wie Eon McKais »The Doll Underground«, Todd Verows »Where Your Heart Should Be« und Maria Beattys »Post Apocalyptic Cowgirls« sowie das Spielfilmdebüt »The Lost Door« des renommierten Kunstfotografen Roy Stuart. Außerdem zeigen wir die »Brady Bunch«-Parodie »Not The Bradys XXX« und den radikalen Avantgarde-Porno von Kris Kramski »America XXX«. Der Abschlussfilm »Mu Zi Mei« zeigt ein aufregendes Bild der aktuellen sexuellen Revolution in China.

Im Dokumentarfilmprogramm läuft unter anderem die Deutschlandpremiere von »Larry Flynt: The Right To Be Left Alone«, dem einzigartig intimen Portrait des Hustler-Gründers und Aktivisten für die Pressefreiheit von Joan Brooker-Marks. Außerdem gibt es zwei sehr unterschiedliche Frauen zu entdecken: die Hermaphroditin und Prostituierte Claudette in dem Schweizer Beitrag »Claudette« von Sylvie Cachin sowie das sehr persönliche Portrait über die junge Pornodarstellerin »Nina« des Franzosen Thibault Staib. Ein breit gefächertes Kurzfilmprogramm bietet etwas für jeden Geschmack, inklusive des beliebten »Fun Porn« Programms.

Wir bieten dieses Jahr eine Reihe von Themenschwerpunkten. Eine spannende Verbindung gehen die 2 Genres Pornographie und Splatterfilm ein. Katharina Klewinghaus’ Dokumentarfilm »Science of Horror – If The Chainsaw Was A Penis« sowie ein Vortrag von Stefan Höltgen (Bonn) dienen dabei als Leitfaden durch unser SplatterPornSpecial – dessen Reichtum sich dann vom vergessenen Meisterwerk »Forced Entry« bis zum unglaublichen Trash von »Edward Penishands« in unseren Spätvorstellungen entdecken lässt. Vom Horrorkino ist es dann nicht mehr weit bis zu den Lesbian Vampires, denen in diesem Jahr ebenfalls eine kleine Filmreihe gewidmet ist. Den Mutationen spüren wir in drei höchst unterschiedlichen Beiträgen von den 70er Jahren bis heute nach. Das Spectrum Asia zeigt mit Filmen aus Japan, Hongkong, Singapur und den Philippinen den ästhetischen wie inhaltlichen Reichtum des asiatischen Sexfilms auf. Dabei freuen wir uns, Werke von international renommierten Filmemachern wie SONO Sion, ZEZE Takahisa oder Khavn de la Cruz zeigen zu können. Aus der weiten Ferne in die (deutschen) Schlafzimmer – dorthin nämlich sucht unser Themenschwerpunkt Sex privat vorzudringen und zu erforschen, wie es denn wirklich zugeht bei uns und unseren Nachbarinnen unter der Decke. Dass es dabei manchmal zu überraschenden Ergebnissen kommt, steht außer Frage – und zeigt sich etwa im historischen Querschnitt durch das Schaffen von Harry S. Morgan, seit über 20 Jahren rasender Reporter und Dokumentarist sämtlicher Facetten deutschen Sexlebens. Das Genre des »privaten« Pornos und seine Entstehung werden kommentiert in einem Vortrag von Stephan Wolf. Einem noch immer tabuisierten Thema – der Sexualität behinderter Menschen – widmet sich schließlich unser Sonderprogramm Sexualbegleitung?. Der Berliner Dokumentarfilm »Die Heide ruft…« gibt Gelegenheit, mit Protagonisten und Beteiligten zu diskutieren. Und in der Reihe Jack Wrangler – Pornolegende wird die unglaubliche, aber wahre Lebensgeschichte jenes Mannes erzählt, dem es gelungen ist, sowohl im schwulen als auch im heterosexuellen Pornofilm zum Superstar zu werden.

Vier sehr verschiedene Regisseure werden in einer Sonderreihe ihre Filme in Berlin persönlich präsentieren: Charles Lum, der schwule Aktivist aus New York zeigt seine »HIV Collection«; die unabhängige Pornoregisseurin Petra Joy stellt ihre neuesten Arbeiten vor; der Found Footage-Experte William E. Jones stellt zwei seiner Arbeiten vor; und schließlich wird der dänische Porno-Pionier Ole Ege porträtiert.

In den verschiedenen Sektionen des Festivals finden sich auch vier Filme aus Israel, die ganz unterschiedliche Blicke ermöglichen. Der Dokumentarfilm »Blue« zeigt die tristen Arbeitsbedingungen von Pornodarstellern, die beiden Filme »Pathways« und »Japan Japan« erweitern die Grenzen des narrativen und experimentellen Films und der erste schwule Hardcore-Porno »My Israeli Platoon« wird beim Pornfilmfestival Berlin seine Weltpremiere erleben. Abseits des abwechslungsreichen Filmprogramms hat das Pornfilmfestival Berlin auch in diesem Jahr ein vielfältiges Programm aus Special Events (u. a. mit einem erotischen Hörspiel), Vorträgen (u. a. zu Porno und Musik) und Workshops (u. a. Japan-Bondage und Fisting für Frauen). Natürlich hat in den langen Festivalnächten unsere legendäre Nachtbar ein vielseitiges Programm zu bieten. Und so kann es vom 22.-26.10.2008 eigentlich nur heißen:

Auf, in einen heißen Herbst!

http://www.pornfilmfestivalberlin.de