3. PornfilmfestivalBerlin 22.-26.10.2008

4. PornfilmfestivalBerlin 2009 – new blog !!!!!

You will find the new blog here:

http://www.pornfilmfestivalberlin.de/pff/

SimulationsRaum – Stefan Höltgen: »Shit!« (happens)

Posted in reviews, Trashbacks by assistant2008 on November 2, 2008

The Doll Underground (USA 2007, Eon McKai) (Moviemento Berlin)

Ein weiterer Beitrag in der Vivid.alt-Reihe mit künstlerisch ambitionierter Pornografie. “The Doll Underground” sah dabei auch gar nicht schlecht aus: Der Film arbeitet mit Kollagen, Verfremdungen, Found Footage und mehrfachen Bild-Überlagerungen und entwirft so ein Bild von Los Angeles, das ein wenig an die Berlin-Bilder aus Walter Ruttmanns “Symphonie einer Großstadt” erinnert. Was passiert? Zwei Mädels vom Lande wollen nach Los Angeles, wahrscheinlich um dort eine Filmkarriere zu beginnen. Sie geraten jedoch in einen obskuren Club, wo sie auf eine dritte junge Frau treffen, die Mitglied im “Doll Underground” ist. Dabei handelt es sich um eine terroristische Aktion, die aus irgendwelchen Gründen Sprengstoffanschläge plant. Die drei Damen verlustieren sich abwechselnd miteinander, allein oder mit Männern, die entweder auch zum Underground gehören oder zum Feind, der auf diese Weise um Informationen gebracht werden soll.

Auch hier vergisst der Film nach etwa einem Drittel sein ästhetisches Projekt weitestgehend und reiht endlose Hardcore-Szenen aneinander. Die sind zwar nicht so grob wie in “Bad Luck Betties”, aber finden zeitweilig kaum ein Ende. Markant waren die Sex-Geräusche, die die Darstellerin Dixi Pearl von sich gab: Anstelle des üblichen “Ah!”, “Oh!”, “Yeah!” oder “Fuck me!” kam ihr in Momenten besonderer Ekstase eine unaufhörliche Reihung “Shit!” über die Lippen. Man hatte als Kinozuschauer also wieder ausreichend Zeit und Gelegenheit sich im Saal umzuschauen. Das hat sie abermals gelohnt, denn der Regisseur und eben jene “Shit!”-Hauptdarstellerin Pixi Pearl waren anwesend. Zunächst saßen beide am Rand und es war ein sehr markantes Vergnügen, die Darstellerin dabei zu beobachten, wie sie sich selbst auf der Leinwand beobachtet. Spannend wurde es dann, als sie bemerkte, dass sie von etlichen Zuschauern beim Beobachten beobachtet wurde. Da fand ein regelrechter Abgleich zwischen dem Vorbild und dem medialen Abbild statt, der an Intensität zunahm, wenn Pixi Pearl in Hardcore-Szenen zu sehen war.

Sie entzog sich dem dann immer häufiger, indem sie den Saal für Minuten verließ und schließlich die einzige Möglichkeit, den Film zu sehen ohne selbst gesehen zu werden (und das wiederum sehen zu müssen) fand: Sie setzte sich mit dem Regisseur in die erste Reihe. Gern wäre ich geblieben, um sie zu fragen, was ihr denn so durch den Kopf gegangen ist in dieser Situation des doppelten Angeblicktwerdens. Ich fürchte aber, viel wäre da nicht gekommen – mir wurde berichtet, dass sie sich zum ersten Mal außerhalb der USA befand und ohnehin schon voller Ängste und Unsicherheit war.

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Kommentar von “assistant2008”: Ganz abgesehen davon, daß der Name von Pixie demonstrativ permanent falsch geschrieben wird, weiß ich nicht, was der letzte Satz mit dem Film zu tun hat. Der Autor bestätigt wirklich alle Vorurteile von Porno-Rezipienten…..

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SimulationsRaum – Stefan Höltgen: PFF: »Das ist so erfolgreich, weil es so ungeil ist.«

Posted in reviews, Trashbacks by assistant2008 on November 2, 2008

Film & Diskussion: Harry S. Morgan “Happy Video Privat”

(links: Jürgen Brüning, rechts: Harry S. Morgan)

Zunächst wurden vier Epidsoden aus verschiedenen Teilen der Reihe “Happy Video Privat” gezeigt: 1. “Birgit und Steffen aus Leipzig – Faustfick in Sachsen”, 2. “Eva und Miro aus Wuppertal – Liebeslust im Zug” (der war auch Bestandteil der Hauptseminarreihe), 3. “Karin und Ina aus Osnabrück – Harry ist sprachlos …” und 4. “Silke und Marko aus Viersen – Anale Leidenschaft”. Schon während des Screenings, bei dem der Regisseur anwesend war, konnte ich ein paar spannende Kommentare aufschnappen, die dieser seiner Begleitung und Sitznachbarin gegeben hat. Neben der Feststellung, wie abscheulich manche Tapeten in den Filmen sind, war es vor allem jener Satz, der die Überschrift dieses Eintrags ziert.

Das war dann auch das zentrale Thema der Diskussion hinterher. Morgan vertrat vehement die These, dass seine Filmreihe weder Pornografie sei (”Meine Filme können keine Wichsvorlage sein.”) noch irgend einer Form von Aufklärung verpflichtet seien. Vielmehr böten Sie dem Zuschauer eine Art Spiegel, der den zeigt, was andere machen, was möglich ist und dass es eben nicht nur schöne Körper gebe. Was aber anderes ist Pornografie? Und woher weiß der Regisseur, aus welchen Motiven seine Filme angesehen werden? Mir schien es eher so, als habe Morgan ein bestimmtes Ideal-Bild seiner Arbeit, einen Ethos, der zwar nicht unbedingt etwas mit der Wirklichkeit, aber mit seinem Selbstbild als Filmemacher zu tun hat. Als solcher hält er sich übrigens erstaunlich zurück: Nach eigenen Angaben ist er bei den pornografischen Aufnahmen nie dabei (etliche Episoden in “Happy Video Privat” zeigen aber, dass das nicht stimmt) und in der ersten Folge habe er sogar regelrecht Angst vor den Hardcore-Aufnahmen gehabt.

Dementsprechend wies er auch die Behauptung zurück, in seinen Interviews provoziere er die Paare durch suggestive Fragestellungen und seine (heteronormativen) Vorstellungen von Sexualität und Liebe. Seine Interviews seien journalistisch. Auf die Entgegnung, dass gerade das Filmbeispiel “Eva und Miro” zeige, dass er in gewisser Weise herablassend sei (auf meine zugegeben etwas provokative Zwischenfrage während des Films, ob der erektionslose Miro denn trotzdem eine Gage bekommen habe, antwortete Morgan: “Ich zahle immer!”), fand er einen sehr schönen Vergleich: Es sei in seinen Filmen eben wie beim Fußballspiel: Da will man auch nicht die ganze Zeit über Tore sehen …

Ich habe dann noch ein paar Fragen zur Produktion von “Happy Video Privat” gestellt, die mir vor allem den Hintergrund des “Privaten” etwas verdeutlichen sollten. Erfahren habe ich, dass die Wohnungen der Darsteller so gut wie nicht umgeräumt wurden für die Filmaufnahmen. Kunstlicht sei nur äußerst selten verwendet worden. Am stärksten hat sich der filmische Prozess in der Postproduktion auf das Material eingewirkt: Was man in den einzelnen Folgen sieht, ist ein (pornografisch montierter!) Zusammenschnitt aus etwa 60 Minuten Rohmaterial. Mag sein, dass Pornografie beim Filmen nicht die Intention gewesen ist – am Schneidetisch entsteht sie jedoch unweigerlich. Das Rohmaterial ist bestimmt durch seinen (quasi) dokumentarischen Charakter und Einstellungen, die die Unsicherheit und die Fragen der Protagonisten wiedergeben. So etwas gehört aber nicht in einen Pornofilm.

Interessant waren dann auch noch die Erläuterungen über die Vorgespräche und das Verhalten der Darsteller im Angesicht der Kamera (man erinnere sich an den vorherigen Bei-/Vortrag über Privacy and Porn). Während in den Interviewszenen die Technik schnell vergessen war, hat sie in den Fickszenen zu erhöhter Unsicherheit und Angst bei den Darstellern geführt. Die Kamera wurde zu einem nunmehr aktiven Beobachter (klar, Nah- und Detailaufnahmen kann man als Gefilmter wohl nur schwer ignorieren). Als Reaktion hierauf begannen die Darsteller sich wie Porno-Schauspieler zu verhalten. Sie wurden schnell und hektisch und haben ihren Auftritt dann teilweise sogar an erlernten pornografischen Sequenzen orientiert (Stellungswechsel, besondere Praktiken etc.) Wenn das kein schöner Beleg für die sexual-konstruktivistische Macht von Pornografie ist …

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Simulationsraum – Stefan Höltgen: PFF: Selfploitation

Posted in reviews, Trashbacks by assistant2008 on November 2, 2008

Vortrag: Stephan Wolf “The Privacy of Porn: All is intimate, nothing is true”

Gestern war ein Wort-Tag. Zuerst habe ich mir im Kino “Eiszeit” einen sehr instruktiven Vortrag von Stephan Wolf über die Frage das Privaten in der Pornografie gehört. Zentrale Thesen waren:

  1. Private Porn ist ein Widerspruch in sich. In dem Moment, wo eine Kamera oder ein Publikum anwesend sind, ändert sich das Verhalten des Gefilmten und wird “unprivat”.
  2. Private Porn, wie sie auf Clip-Portalen wie Youporn, yutuvu und anderen gezeigt werden, verlieren ihren pornografischen “Wert” in dem Moment, wo das Gesicht der Protagonisten nicht zu sehen ist.
  3. Private Porn in der Art der Clips von “Beautiful Agony”, in denen nur das Gesicht gezeigt wird, öffnet dem Fake Tür und Tor.

Die Gegenüberstellung von “Fake” und “authentisch” halte ich (natürlich) für etwas problematisch. Authentizität ist keine Eigenschaft des Bildinhaltes, sondern der Form in Verbindung mit der medienhistorischen Vorbildung des Zuschauers. Insofern war das letzte von Wolf herangezogene Filmbeispiel aus “Beautiful Agony” besonders interessant. Hatten sich die mir bekannten Clips der Seite zuvor darauf beschränkt, einzelne Frauen(gesichter) mit starrer Kamera in einer Plansequenz zu filmen, so hat das vorgeführte Beispiel drei Modelle gezeigt, dramaturgisch (im Hinblick auf ein Erreichen der “Klimax”) montiert und mit Authentizitätsmarkern versehen: Hinter dem Körper derjenigen, die gerade im Bildvordergrund zu sehen ist, sieht man eine andere Protagonistin und die Kamera, die sie filmt. Zum Erreichen der Authentizitätssuggestion ist dabei sowohl die Montage als auch das filmische Beiwerk (Ton und Setting) entscheidend.

Als Gradmesser für Privatheit, wenngleich sie nach der ersten These sowieso unmöglich ist, die Betonung bestimmter “body parts” heranzuziehen, klang allerdings überaus plausibel für mich. Wolf leitete das aus der Frühgeschichte des Films her und verwies auf den kurzen Film “The Kiss” von 1896, in welchem der Kuss als damals größtmögliche Abbildung des Privaten auf das Gesicht konzentriert ist und in Großaufnahme gezeigt wird.

Vielleicht erklärt sich damit auch die seltsame Faszination, die Bukake-Aufnahmen im Pornofilm haben, weil sie die für die Pornografie konstitutiven “body parts” miteinander in einem Bild kombinieren. Ich erinnere mich, dass in der Videothek in Jena, in der ich Mitglied war, der mit Abstand am häufigsten Verliehene Film ein Porno war, auf dessen Cover nichts anderes als ein mit Sperma übersätes Gesicht war. Auf der Rückseite waren dann ausschließlich ähnliche Screenshots. In Anbetracht der landläufigen Annahme, dass es der nackte weibliche Körper sei, der pornografisches Interesse auslöst, hat den Videothekar und mich schon damals das empirische Gegenteil überrascht.

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SimulationsRaum – Stefan Höltgen: PFF: »Mein Freund fickt zum Glück besser!«

Posted in reviews, Trashbacks by assistant2008 on November 2, 2008

The Bad Luck Betties (USA 2007, Winkytiki) (Moviemento Berlin)

Der Auftakt zum 3. PornFilmFestival war schon gleich H/hardcore: Eine ambitionierte Produktion aus dem Hause Vivid, die die Geschichte einer Frauen-Gang in den 1960er Jahre erzählt. Die vier Damen, alles ehemalige Models, die vom “System Hollywood” fallen gelassen wurden, haben es sich zum Ziel gesetzt, den Drogenhandel unter ihre Kontrolle zu bringen und gleichzeitig die Korruption eines fiesen Politikers aufzudecken. Dazu sind ihnen alle Mittel recht, vor allem Sex. Der Film verbindet fünf Hardcore-Sequenzen, die die Rächerinnen beim Erreichen ihres Ziels zeigt, sowie eine zunächst von ihnen abgelehnte Adeptin, die ihnen Zugang zum Politiker und seiner “Casting Couch” eröffnet.

“The Bad Luch Betties” variiert zum Einen geschickt zeitgenössische politische und (sexual-)kulturelle Themen und verpackt dies zum Anderen in recht witzige und zu Beginn noch originell inszenierte Hardcore-Sequenzen. Leider geht dem Film nach der ersten Hälfte spürbar die Puste aus: die ansonsten variationsreich gefilmten und montierten (nicht nur Hardcore-)Sequenzen verkommen zur bloßen Nummernrevue mit teilweise ermüdender Länge. Auch der Soundtrack, der zu Beginn noch Rock- und Pornomusik-Kolorite miteinander verquickt, wird zunehmend unironischer und zur Muzak-Soundkulisse des Treibens.

Viel interessanter als der Film wurde das Ambiente: Es war mein erster Kino-Pornofilm (obwohl nur eine DVD gescreent wurde). Zunächst war der Saal vollbesetzt mit etwa gleichanteilig Männern und Frauen. Während der zweiten Hardcore-Sequenz verschwanden immer mehr Leute und am Ende waren vielleicht noch ein Drittel der ursprünglichen Besucher im Saal. Die hatten es jedoch in sich. Direkt hinter mir saß eine sehr extravertierte Dame mit zwei männlichen Freunden, der ich den kommenden Absatz widmen möchte:

Sie musste ihre Coolness derart unter Beweis stellen, dass sie den ganzen Film mit ihren beiden Begleitern konversiert hat. Dabei ging es zum einen darum, wie eklig sie diese und jene Szene und Einstellung fand (”Toll, jetzt rubbelt er da mit seinem schwieligen Daumen dran. Davon träumt jede Frau!”), wie sehr sie sich doch schon auf eine bestimmte Sequenz freue (”In dem Film soll ein Mann vergewaltigt werden!”), worin ihr Verständnis von Feminismus besteht (nach einer Sandwich-Sequenz erschießt die Protagonistin ihre beiden Beischläfer, jedoch offscreen: “Das soll feministisch sein?”, der merklich enttäuschte Kommentar der Frau hinter mir) und nicht zuletzt vor allem darin, ihr eigenes Sexualleben mit dem auf der Leinwand zu vergleichen. Dieser Vergleich kulminierte in der überlaut vorgenommenen Feststellung: “Also mein Freund fickt zum Glück besser.”

“Zum Glück” für wen? Für Sie, für die Umsitzenden, die sich das mit anhören durften? Zum Glück für ihren Freund, der es also mit (je)dem Pornodarsteller aufnehmen kann? Das kann man sich als Zuhörer selbst aussuchen. Interessant für mich war, wie deutlich ihre Kommentare doch mehr und mehr als “pfeifen im finsteren Wald” zu erkennen waren. Wie anders sollte man das laute Reden, das vor allem in den Hardcore-Sequenzen deutlich Zunahme, noch interpretieren – gerade, wenn sie sich klar sein musste, dass ihre intimen Bekenntnisse nicht nur von den neben ihr sitzenden gehört werden können?

Es ist eben auch für die abgebrühten Besucher eines Pornofilm-Kinos immer noch ein Skadalon, die Intimität eines filmerotischen Momentes mit Dritten zu teilen. Zu glauben, das Überspielen der eigenen Emotionen durch Coolness und/oder Lachen sei ein Privileg der Pubertierenden, ist angesichts von Sexualität grundfalsch. Ich will mich von dieser Erkenntnis auch gar nicht ausnehmen: Miriam und ich saßen ja direkt vor der Privatleben-Exhibitionistin und haben geschwiegen. Wir haben den Film nur an wenigen stellen im Flüsterton zueinander kommentiert und ihn – aus kühler filmwissenschaftlicher Distanz? – selbst in den Hardcore-Sequenzen “ernsthaft rezipiert”. Diese Abgeklärtheit ist die andere Seite der Medaille.

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Reviews: Disorientations.com is Travis Jeppesen – The Last Day

Posted in reviews, Trashbacks by assistant2008 on October 31, 2008

3. PORN FILM FESTIVAL BERLIN: The Last Day

The 3. Porn Film Festival Berlin reached its ecstatic climax last night with a screening of Claudette, winner of the Maleflixx.TV Award for Best Gay Film at this year’s festival – even though it’s not a gay film or even a pornographic film, but rather an intimate hour-long portrait of one of Switzerland’s leading sex work activists, who just happens to be a 69-year-old hermaphrodite prostitute named Claudette. Claudette herself was on hand to answer questions after the screening, and put everyone else to shame at the after party, getting down on the dance floor into the wee hours of the morning. I guess this is as good a demonstration as any of the fact that an active sex life keeps you healthy and fit, as Claudette tells a group of students in the film. The fact that she also happens to be a bike racing champion might also have something to do with this amazing lady’s enviable prowess.

I was also fortunate to catch Wrangler: Anatomy of an Icon yesterday. In recent years, the porn star documentary has effectively become its own genre, as rigidly codified as pornography (or horror) itself. Wrangler is different because Jack Wrangler himself is (seemingly) such an anomaly. He was a pioneer who was able to enjoy his success and never became a victim of the industry that elevated him to superstardom. It’s nice to see a positive portrayal of a porn star for once.

Afterwards, I stayed to watch one of Wrangler’s best known features (from the first, gay part of his career), A Night at the Adonis. Filmed on location at the Adonis cinema in New York, the movie is a celebration of gay sexuality in its heyday. Watching the film in a movie theatre, at a film festival, in 2008, brought up a lot of interesting issues. The film is a porn movie about guys watching porn in a cinema and fucking to it. As audience members, are we supposed to watch this in a strictly “historical” context, ignoring the stimulating content or pretending that it doesn’t arouse us? Two guys in back of me seemed to answer this question as it popped into my brain. As far as I know, they were the only ones in the audience doing anything sexual as A Night at the Adonis played. Everyone knows that porn lost a lot in terms of quality in the transition from film to video to where we are today, and a lot of that has been blamed on technology. I agree to an extent, but watching A Night at the Adonis in the context of the Porn Film Festival made me realize another important fact that wouldn’t have occurred to me otherwise: namely, that whereas porn films were once made to fuck to, now they are made for the purposes of masturbation. Porn is no longer a public spectacle, but a private ritual – one that is meant to be hidden, that we are supposed to be ashamed of. Yet another reason why events like the Porn Film Festival are so necessary – to get rid of that stigma and treat sexuality as something that should be celebrated, rather than muted.

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Reviews: Disorientations.com is Travis Jeppesen – Todd Verow

Posted in reviews, Trashbacks by assistant2008 on October 31, 2008

Todd Verow

Todd Verow


Todd Verow at 3. Porn Film Festival Berlin

I have to admit that I haven’t seen any of Todd Verow’s previous films, but I admire the abrasive, fuck-you aesthetic you find in his latest, Where Your Heart Should Be, which received its world premiere last night at the Porn Film Festival Berlin (the film also screens tonight at 22:15 at Kino Eiszeit for any Berlin readers out there.) While I can’t say that the film is easy to watch, Verow obviously knows this and wouldn’t have it any other way. He wants the experience of watching the film to be as painful for the audience as it was for the filmmaker in making it.

Impossible to summarize, the film works as a sort of visual diary recording its author’s de-infatuation with love and sex. As Verow states early on in the film [paraphrase alert!], “You want a tagline? I’ll give you a tagline: Film is dead, porn is dead, love is dead, sex is dead.”

The texts employed throughout the film are as brutal and confrontational as the author’s own words, but most of them do not originate from him. Rather, they are taken from letters and e-mails sent by disenchanted ex-lovers. The film is spliced with lots of footage of Verow and his current partner fucking; otherwise, in interview/monologue segments, Verow hires various actors to play him, recounting painful memories of a pre-adolescent gang rape in graphic detail.

Where Your Heart Should Be had a noticeably divisive effect on its audience. There were quite a few walk-outs – always a sign that the filmmaker has done something right. For the fact is that most people are sadly average and don’t want to be confronted with words and images of ugliness and brutality. Those who test themselves by facing it head-on, however, often discover that there is also a lot of beauty embedded within those images. This is odd, because disenchantment isn’t supposed to be pretty. And the ambiguous barrage of emotions provoked by Where Your Heart Should Be tends to have a choking effect. Taken as a whole, though, I think Where Your Heart Should Be is a beautiful film – and the beauty lies in its very abrasiveness. The mere fact of its unclassifiability signifies a unique rogue presence in the world of independent filmmaking. I’m looking forward to tracking down more of Verow’s films.

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Reviews: Disorientations.com is Travis Jeppesen – Charles Lum

Posted in reviews, Trashbacks by assistant2008 on October 31, 2008

Charles Lum

Charles Lum

Charles Lum at the 3. Porn Film Festival Berlin

One of the highlights of this year’s Porn Film Festival was last night’s screening of a suite of short films by Charles Lum, The HIV Collection. Taken together, the films form a fractured feature of sorts that sustains itself thematically through a deployment of repetition that borders on confrontation, yet is never tedious. The films are extremely personal, and address various facets of the artist’s life as an HIV-positive gay man – particularly his pained ambivalence surrounding issues of sex and discretion.

Morning, Noon & Night serves as a sort of “day in the life” of Lum. Park, at only seven minutes, is one of the best (and funniest) films about cruising I’ve yet seen. The longest film, facts. SUCK, is as blunt as its title, portraying Lum’s conversations with his own doctors, shrinks, nurses, and pharmacists, then juxtaposing these interactions with footage of himself speaking directly to the camera on issues of desire and self-image. In Indelible, we are bombarded with a manic collage of the famous “pig guts” scene from the movie Carrie and footage of cumshots in bareback gay porn; the film is as disturbing as it is funny. Overdue Conversation is a split-screen conversation with one of his close friends, wherein each films the other, about whether it is necessary to disclose your HIV status before having sex with someone. Finally, “black” is another recorded conversation that takes place backstage at the Black Party in New York, wherein Lum interviews another friend about an unsafe sexual encounter he engaged in only moments before.

What makes these films feel so fresh, I think, is Lum’s near total disregard for cinematic convention. In many ways, his approach reminds me of that of the writer Peter Sotos, for whom the direct and explicit conveyance of information takes precedence over lofty notions of form and aesthetics. Lum brings the camera wherever he wants to go and uses it as a tool for his own ends – not to serve some unified conception of art or even a preconceived final product. At the same time, he is never grasping at straws in these films – the camera and the process of recording become an extension of his own being, and work hand-in-hand with whatever the situation happens to produce. There is nothing contrived here, and so it is never boring to watch – you literally don’t know what’s going to happen from minute to minute. It would be interesting to see if Lum could sustain this momentum over the course of a longer film.

In short, Lum’s willingness to submit to the momentary chaos of the life he lives, and generously presents, makes for fascinating viewing material. Taken together, the films comprising The HIV Collection form a complex self-portrait that lingers in the mind long after you watch it, sparking as it does so many questions: questions that are so important, most of us devote our lives to ignoring, rather than confronting them. It is for this reason I believe The HIV Collection will come to be regarded as a classic.

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Reviews: Disorientations.com is Travis Jeppesen – Katharina Klewinghaus

Posted in reviews, Trashbacks by assistant2008 on October 31, 2008

Science of Horror

Science of Horror

Katharina Klewinghaus at 3. Porn Film Festival Berlin

As someone who was addicted to slasher films as a child in the 1980s, and who went on to read a ton of feminist and queer theory at university in the 1990s, I’ve long been fascinated with the contradictory ways that women and sex are portrayed in the horror genre. It is a subject that has fascinated academics throughout the last decade, as well, and one that’s been in dire need of a documentary treatment for some time. Now, thanks to Katharina Klewinghaus, star of Bruce LaBruce’s new film Otto; or, Up with Dead People!, that documentary has arrived: Science of Horror, which was screened this weekend at the Porn Film Festival.

Klewinghaus had the savvy to bring together some of the more well known directors of the horror genre, as well as a range of writers and academics who have illuminated the subject through their work. While you might not agree with all of the arguments being put forth, Klewinghaus never appears to take sides and none of the points ever seem belabored – a sign of great filmmaking. Considering that this is Klewinghaus’s first feature, this is quite an impressive feat.

Women were largely relegated to one of two roles in the strictly codified proceedings of the horror film – the studious virgin/hero or the party-harty whore/victim. If I have one minor criticism of the film, it is that the (largely male) filmmakers interviewed failed to address the topic of gender. While they were eager to speak about the function of sex in the films – drawing comparisons to the language of pornography – it would have been interesting to hear their thoughts on the function of gender. Were they conscious of what they were doing in relegating the role of women in their filmic universes, or were their values so engrained in the cultural climate of America in the 1980s, wherein the moral majority was forcing its “family values” propaganda on the population, that they felt it necessary to reinforce these values through their art?

That aside, Science of Horror is one of the most intriguing documentaries I’ve seen this year.

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