3. PornfilmfestivalBerlin 22.-26.10.2008

4. PornfilmfestivalBerlin 2009 – new blog !!!!!

You will find the new blog here:

http://www.pornfilmfestivalberlin.de/pff/

PRESS RELEASE – Sunday 26th of October: The successful 3rd Porn Filmfestival Berlin draws the closing curtains – The Award Winners

Posted in competition/Wettbewerb, Info, pressemitteilung by assistant2008 on November 5, 2008

3rd Porn Filmfestival Berlin 2008

22nd-26th of October 2008
in the movie theatres Moviemento, Eiszeit & Xenon

Sunday 26th of October: The successful 3rd Porn Filmfestival Berlin draws the closing curtains -
The Award Winners

After 5 days full of exciting, stimulating, erotic, surprising and innovative films from all over the world, the moment finally arrived, on the 26th of October 2008, that the festival would come to its end. A total of 2.800 viewers came to see the 105 feature and short films of the festival programme in the movie theatres Moviemento, Eiszeit and Xenon in Berlin. A total of 50 guests (directors, producers, actors) came to the screenings to introduce their films and answer questions about them, while more than 100 journalists and festival organizers traveled from all over the world to Berlin. The night bar, the place to go every night after the film programme was over and enjoy a mixture of musical and artistic performances, was happy to welcome another 2.000 guests.

The closing ceremony, combined with the award ceremony of the festival, took place on Sunday evening at the Moviemento cinema. The jury, consisting of the filmmakers Manon des Gryeux (Paris), Charles Lum (New York) and Susanne Sachsse (Berlin), gave away the award for the Short Film Competition, while Jürgen Brüning, the festival founder and curator himself, gave away the maleflixxx.tv Award to the best gay film of the festival.

The Winners of the 3rd Berlin Porn Film Festival 2008:
International Short Film Competition
Passion For Football (Passión por el Futbol)
Spain, 2006, 13 minutes, Rut Suso & Maria Pavón

Statement of the International Short Film Competition Jury:
Charles Lum, New York, Director
Manon des Gryeux, Paris, Director and Photographer
Susanne Sachsse, Berlin, Actress

“For its hot, taboo breaking GIRLS T-ROOM SEX, masterful sound design and music use, for natural but compelling performances that lead to a surprized and humorous ending which doesn’t ridicule football or its fans, the jury chooses Passion For Football as its choice for winner of the 2008 short film competition.”

maleflixxx.tv Award:
Claudette
Switzerland, 2007, 63 minutes, Sylvie Cachin
The presence of the main protagonist of the film Claudette gave the festival a very rich flare, while the film itself, directed by Sylvie Cachin, illustrated the portrait of a tireless fighter for the sexual self-identity rights of every human being, beyond any gender categories and sexual orientation.

We would like to thank…
The festival team would like to thank all the guests and viewers, who made sure that the Berlin Porn Film Festival could be alive for the third year in a row in a friendly and inspiring as well as a creative and communicative atmosphere. Moreover, we would like to thank all of our sponsors, collaborators and media people, as well as the volunteers whose help was of great importance. Without their help, the festival could have not taken place.

A selection of press photos can be requested through office@pornfilmfestivalberlin.de

SimulationsRaum – Stefan Höltgen: »Shit!« (happens)

Posted in reviews, Trashbacks by assistant2008 on November 2, 2008

The Doll Underground (USA 2007, Eon McKai) (Moviemento Berlin)

Ein weiterer Beitrag in der Vivid.alt-Reihe mit künstlerisch ambitionierter Pornografie. “The Doll Underground” sah dabei auch gar nicht schlecht aus: Der Film arbeitet mit Kollagen, Verfremdungen, Found Footage und mehrfachen Bild-Überlagerungen und entwirft so ein Bild von Los Angeles, das ein wenig an die Berlin-Bilder aus Walter Ruttmanns “Symphonie einer Großstadt” erinnert. Was passiert? Zwei Mädels vom Lande wollen nach Los Angeles, wahrscheinlich um dort eine Filmkarriere zu beginnen. Sie geraten jedoch in einen obskuren Club, wo sie auf eine dritte junge Frau treffen, die Mitglied im “Doll Underground” ist. Dabei handelt es sich um eine terroristische Aktion, die aus irgendwelchen Gründen Sprengstoffanschläge plant. Die drei Damen verlustieren sich abwechselnd miteinander, allein oder mit Männern, die entweder auch zum Underground gehören oder zum Feind, der auf diese Weise um Informationen gebracht werden soll.

Auch hier vergisst der Film nach etwa einem Drittel sein ästhetisches Projekt weitestgehend und reiht endlose Hardcore-Szenen aneinander. Die sind zwar nicht so grob wie in “Bad Luck Betties”, aber finden zeitweilig kaum ein Ende. Markant waren die Sex-Geräusche, die die Darstellerin Dixi Pearl von sich gab: Anstelle des üblichen “Ah!”, “Oh!”, “Yeah!” oder “Fuck me!” kam ihr in Momenten besonderer Ekstase eine unaufhörliche Reihung “Shit!” über die Lippen. Man hatte als Kinozuschauer also wieder ausreichend Zeit und Gelegenheit sich im Saal umzuschauen. Das hat sie abermals gelohnt, denn der Regisseur und eben jene “Shit!”-Hauptdarstellerin Pixi Pearl waren anwesend. Zunächst saßen beide am Rand und es war ein sehr markantes Vergnügen, die Darstellerin dabei zu beobachten, wie sie sich selbst auf der Leinwand beobachtet. Spannend wurde es dann, als sie bemerkte, dass sie von etlichen Zuschauern beim Beobachten beobachtet wurde. Da fand ein regelrechter Abgleich zwischen dem Vorbild und dem medialen Abbild statt, der an Intensität zunahm, wenn Pixi Pearl in Hardcore-Szenen zu sehen war.

Sie entzog sich dem dann immer häufiger, indem sie den Saal für Minuten verließ und schließlich die einzige Möglichkeit, den Film zu sehen ohne selbst gesehen zu werden (und das wiederum sehen zu müssen) fand: Sie setzte sich mit dem Regisseur in die erste Reihe. Gern wäre ich geblieben, um sie zu fragen, was ihr denn so durch den Kopf gegangen ist in dieser Situation des doppelten Angeblicktwerdens. Ich fürchte aber, viel wäre da nicht gekommen – mir wurde berichtet, dass sie sich zum ersten Mal außerhalb der USA befand und ohnehin schon voller Ängste und Unsicherheit war.

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Kommentar von “assistant2008″: Ganz abgesehen davon, daß der Name von Pixie demonstrativ permanent falsch geschrieben wird, weiß ich nicht, was der letzte Satz mit dem Film zu tun hat. Der Autor bestätigt wirklich alle Vorurteile von Porno-Rezipienten…..

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SimulationsRaum – Stefan Höltgen: PFF: »Das ist so erfolgreich, weil es so ungeil ist.«

Posted in reviews, Trashbacks by assistant2008 on November 2, 2008

Film & Diskussion: Harry S. Morgan “Happy Video Privat”

(links: Jürgen Brüning, rechts: Harry S. Morgan)

Zunächst wurden vier Epidsoden aus verschiedenen Teilen der Reihe “Happy Video Privat” gezeigt: 1. “Birgit und Steffen aus Leipzig – Faustfick in Sachsen”, 2. “Eva und Miro aus Wuppertal – Liebeslust im Zug” (der war auch Bestandteil der Hauptseminarreihe), 3. “Karin und Ina aus Osnabrück – Harry ist sprachlos …” und 4. “Silke und Marko aus Viersen – Anale Leidenschaft”. Schon während des Screenings, bei dem der Regisseur anwesend war, konnte ich ein paar spannende Kommentare aufschnappen, die dieser seiner Begleitung und Sitznachbarin gegeben hat. Neben der Feststellung, wie abscheulich manche Tapeten in den Filmen sind, war es vor allem jener Satz, der die Überschrift dieses Eintrags ziert.

Das war dann auch das zentrale Thema der Diskussion hinterher. Morgan vertrat vehement die These, dass seine Filmreihe weder Pornografie sei (”Meine Filme können keine Wichsvorlage sein.”) noch irgend einer Form von Aufklärung verpflichtet seien. Vielmehr böten Sie dem Zuschauer eine Art Spiegel, der den zeigt, was andere machen, was möglich ist und dass es eben nicht nur schöne Körper gebe. Was aber anderes ist Pornografie? Und woher weiß der Regisseur, aus welchen Motiven seine Filme angesehen werden? Mir schien es eher so, als habe Morgan ein bestimmtes Ideal-Bild seiner Arbeit, einen Ethos, der zwar nicht unbedingt etwas mit der Wirklichkeit, aber mit seinem Selbstbild als Filmemacher zu tun hat. Als solcher hält er sich übrigens erstaunlich zurück: Nach eigenen Angaben ist er bei den pornografischen Aufnahmen nie dabei (etliche Episoden in “Happy Video Privat” zeigen aber, dass das nicht stimmt) und in der ersten Folge habe er sogar regelrecht Angst vor den Hardcore-Aufnahmen gehabt.

Dementsprechend wies er auch die Behauptung zurück, in seinen Interviews provoziere er die Paare durch suggestive Fragestellungen und seine (heteronormativen) Vorstellungen von Sexualität und Liebe. Seine Interviews seien journalistisch. Auf die Entgegnung, dass gerade das Filmbeispiel “Eva und Miro” zeige, dass er in gewisser Weise herablassend sei (auf meine zugegeben etwas provokative Zwischenfrage während des Films, ob der erektionslose Miro denn trotzdem eine Gage bekommen habe, antwortete Morgan: “Ich zahle immer!”), fand er einen sehr schönen Vergleich: Es sei in seinen Filmen eben wie beim Fußballspiel: Da will man auch nicht die ganze Zeit über Tore sehen …

Ich habe dann noch ein paar Fragen zur Produktion von “Happy Video Privat” gestellt, die mir vor allem den Hintergrund des “Privaten” etwas verdeutlichen sollten. Erfahren habe ich, dass die Wohnungen der Darsteller so gut wie nicht umgeräumt wurden für die Filmaufnahmen. Kunstlicht sei nur äußerst selten verwendet worden. Am stärksten hat sich der filmische Prozess in der Postproduktion auf das Material eingewirkt: Was man in den einzelnen Folgen sieht, ist ein (pornografisch montierter!) Zusammenschnitt aus etwa 60 Minuten Rohmaterial. Mag sein, dass Pornografie beim Filmen nicht die Intention gewesen ist – am Schneidetisch entsteht sie jedoch unweigerlich. Das Rohmaterial ist bestimmt durch seinen (quasi) dokumentarischen Charakter und Einstellungen, die die Unsicherheit und die Fragen der Protagonisten wiedergeben. So etwas gehört aber nicht in einen Pornofilm.

Interessant waren dann auch noch die Erläuterungen über die Vorgespräche und das Verhalten der Darsteller im Angesicht der Kamera (man erinnere sich an den vorherigen Bei-/Vortrag über Privacy and Porn). Während in den Interviewszenen die Technik schnell vergessen war, hat sie in den Fickszenen zu erhöhter Unsicherheit und Angst bei den Darstellern geführt. Die Kamera wurde zu einem nunmehr aktiven Beobachter (klar, Nah- und Detailaufnahmen kann man als Gefilmter wohl nur schwer ignorieren). Als Reaktion hierauf begannen die Darsteller sich wie Porno-Schauspieler zu verhalten. Sie wurden schnell und hektisch und haben ihren Auftritt dann teilweise sogar an erlernten pornografischen Sequenzen orientiert (Stellungswechsel, besondere Praktiken etc.) Wenn das kein schöner Beleg für die sexual-konstruktivistische Macht von Pornografie ist …

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Simulationsraum – Stefan Höltgen: PFF: Selfploitation

Posted in reviews, Trashbacks by assistant2008 on November 2, 2008

Vortrag: Stephan Wolf “The Privacy of Porn: All is intimate, nothing is true”

Gestern war ein Wort-Tag. Zuerst habe ich mir im Kino “Eiszeit” einen sehr instruktiven Vortrag von Stephan Wolf über die Frage das Privaten in der Pornografie gehört. Zentrale Thesen waren:

  1. Private Porn ist ein Widerspruch in sich. In dem Moment, wo eine Kamera oder ein Publikum anwesend sind, ändert sich das Verhalten des Gefilmten und wird “unprivat”.
  2. Private Porn, wie sie auf Clip-Portalen wie Youporn, yutuvu und anderen gezeigt werden, verlieren ihren pornografischen “Wert” in dem Moment, wo das Gesicht der Protagonisten nicht zu sehen ist.
  3. Private Porn in der Art der Clips von “Beautiful Agony”, in denen nur das Gesicht gezeigt wird, öffnet dem Fake Tür und Tor.

Die Gegenüberstellung von “Fake” und “authentisch” halte ich (natürlich) für etwas problematisch. Authentizität ist keine Eigenschaft des Bildinhaltes, sondern der Form in Verbindung mit der medienhistorischen Vorbildung des Zuschauers. Insofern war das letzte von Wolf herangezogene Filmbeispiel aus “Beautiful Agony” besonders interessant. Hatten sich die mir bekannten Clips der Seite zuvor darauf beschränkt, einzelne Frauen(gesichter) mit starrer Kamera in einer Plansequenz zu filmen, so hat das vorgeführte Beispiel drei Modelle gezeigt, dramaturgisch (im Hinblick auf ein Erreichen der “Klimax”) montiert und mit Authentizitätsmarkern versehen: Hinter dem Körper derjenigen, die gerade im Bildvordergrund zu sehen ist, sieht man eine andere Protagonistin und die Kamera, die sie filmt. Zum Erreichen der Authentizitätssuggestion ist dabei sowohl die Montage als auch das filmische Beiwerk (Ton und Setting) entscheidend.

Als Gradmesser für Privatheit, wenngleich sie nach der ersten These sowieso unmöglich ist, die Betonung bestimmter “body parts” heranzuziehen, klang allerdings überaus plausibel für mich. Wolf leitete das aus der Frühgeschichte des Films her und verwies auf den kurzen Film “The Kiss” von 1896, in welchem der Kuss als damals größtmögliche Abbildung des Privaten auf das Gesicht konzentriert ist und in Großaufnahme gezeigt wird.

Vielleicht erklärt sich damit auch die seltsame Faszination, die Bukake-Aufnahmen im Pornofilm haben, weil sie die für die Pornografie konstitutiven “body parts” miteinander in einem Bild kombinieren. Ich erinnere mich, dass in der Videothek in Jena, in der ich Mitglied war, der mit Abstand am häufigsten Verliehene Film ein Porno war, auf dessen Cover nichts anderes als ein mit Sperma übersätes Gesicht war. Auf der Rückseite waren dann ausschließlich ähnliche Screenshots. In Anbetracht der landläufigen Annahme, dass es der nackte weibliche Körper sei, der pornografisches Interesse auslöst, hat den Videothekar und mich schon damals das empirische Gegenteil überrascht.

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SimulationsRaum – Stefan Höltgen: PFF: »Mein Freund fickt zum Glück besser!«

Posted in reviews, Trashbacks by assistant2008 on November 2, 2008

The Bad Luck Betties (USA 2007, Winkytiki) (Moviemento Berlin)

Der Auftakt zum 3. PornFilmFestival war schon gleich H/hardcore: Eine ambitionierte Produktion aus dem Hause Vivid, die die Geschichte einer Frauen-Gang in den 1960er Jahre erzählt. Die vier Damen, alles ehemalige Models, die vom “System Hollywood” fallen gelassen wurden, haben es sich zum Ziel gesetzt, den Drogenhandel unter ihre Kontrolle zu bringen und gleichzeitig die Korruption eines fiesen Politikers aufzudecken. Dazu sind ihnen alle Mittel recht, vor allem Sex. Der Film verbindet fünf Hardcore-Sequenzen, die die Rächerinnen beim Erreichen ihres Ziels zeigt, sowie eine zunächst von ihnen abgelehnte Adeptin, die ihnen Zugang zum Politiker und seiner “Casting Couch” eröffnet.

“The Bad Luch Betties” variiert zum Einen geschickt zeitgenössische politische und (sexual-)kulturelle Themen und verpackt dies zum Anderen in recht witzige und zu Beginn noch originell inszenierte Hardcore-Sequenzen. Leider geht dem Film nach der ersten Hälfte spürbar die Puste aus: die ansonsten variationsreich gefilmten und montierten (nicht nur Hardcore-)Sequenzen verkommen zur bloßen Nummernrevue mit teilweise ermüdender Länge. Auch der Soundtrack, der zu Beginn noch Rock- und Pornomusik-Kolorite miteinander verquickt, wird zunehmend unironischer und zur Muzak-Soundkulisse des Treibens.

Viel interessanter als der Film wurde das Ambiente: Es war mein erster Kino-Pornofilm (obwohl nur eine DVD gescreent wurde). Zunächst war der Saal vollbesetzt mit etwa gleichanteilig Männern und Frauen. Während der zweiten Hardcore-Sequenz verschwanden immer mehr Leute und am Ende waren vielleicht noch ein Drittel der ursprünglichen Besucher im Saal. Die hatten es jedoch in sich. Direkt hinter mir saß eine sehr extravertierte Dame mit zwei männlichen Freunden, der ich den kommenden Absatz widmen möchte:

Sie musste ihre Coolness derart unter Beweis stellen, dass sie den ganzen Film mit ihren beiden Begleitern konversiert hat. Dabei ging es zum einen darum, wie eklig sie diese und jene Szene und Einstellung fand (”Toll, jetzt rubbelt er da mit seinem schwieligen Daumen dran. Davon träumt jede Frau!”), wie sehr sie sich doch schon auf eine bestimmte Sequenz freue (”In dem Film soll ein Mann vergewaltigt werden!”), worin ihr Verständnis von Feminismus besteht (nach einer Sandwich-Sequenz erschießt die Protagonistin ihre beiden Beischläfer, jedoch offscreen: “Das soll feministisch sein?”, der merklich enttäuschte Kommentar der Frau hinter mir) und nicht zuletzt vor allem darin, ihr eigenes Sexualleben mit dem auf der Leinwand zu vergleichen. Dieser Vergleich kulminierte in der überlaut vorgenommenen Feststellung: “Also mein Freund fickt zum Glück besser.”

“Zum Glück” für wen? Für Sie, für die Umsitzenden, die sich das mit anhören durften? Zum Glück für ihren Freund, der es also mit (je)dem Pornodarsteller aufnehmen kann? Das kann man sich als Zuhörer selbst aussuchen. Interessant für mich war, wie deutlich ihre Kommentare doch mehr und mehr als “pfeifen im finsteren Wald” zu erkennen waren. Wie anders sollte man das laute Reden, das vor allem in den Hardcore-Sequenzen deutlich Zunahme, noch interpretieren – gerade, wenn sie sich klar sein musste, dass ihre intimen Bekenntnisse nicht nur von den neben ihr sitzenden gehört werden können?

Es ist eben auch für die abgebrühten Besucher eines Pornofilm-Kinos immer noch ein Skadalon, die Intimität eines filmerotischen Momentes mit Dritten zu teilen. Zu glauben, das Überspielen der eigenen Emotionen durch Coolness und/oder Lachen sei ein Privileg der Pubertierenden, ist angesichts von Sexualität grundfalsch. Ich will mich von dieser Erkenntnis auch gar nicht ausnehmen: Miriam und ich saßen ja direkt vor der Privatleben-Exhibitionistin und haben geschwiegen. Wir haben den Film nur an wenigen stellen im Flüsterton zueinander kommentiert und ihn – aus kühler filmwissenschaftlicher Distanz? – selbst in den Hardcore-Sequenzen “ernsthaft rezipiert”. Diese Abgeklärtheit ist die andere Seite der Medaille.

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Reviews: Disorientations.com is Travis Jeppesen – The Last Day

Posted in reviews, Trashbacks by assistant2008 on October 31, 2008

3. PORN FILM FESTIVAL BERLIN: The Last Day

The 3. Porn Film Festival Berlin reached its ecstatic climax last night with a screening of Claudette, winner of the Maleflixx.TV Award for Best Gay Film at this year’s festival – even though it’s not a gay film or even a pornographic film, but rather an intimate hour-long portrait of one of Switzerland’s leading sex work activists, who just happens to be a 69-year-old hermaphrodite prostitute named Claudette. Claudette herself was on hand to answer questions after the screening, and put everyone else to shame at the after party, getting down on the dance floor into the wee hours of the morning. I guess this is as good a demonstration as any of the fact that an active sex life keeps you healthy and fit, as Claudette tells a group of students in the film. The fact that she also happens to be a bike racing champion might also have something to do with this amazing lady’s enviable prowess.

I was also fortunate to catch Wrangler: Anatomy of an Icon yesterday. In recent years, the porn star documentary has effectively become its own genre, as rigidly codified as pornography (or horror) itself. Wrangler is different because Jack Wrangler himself is (seemingly) such an anomaly. He was a pioneer who was able to enjoy his success and never became a victim of the industry that elevated him to superstardom. It’s nice to see a positive portrayal of a porn star for once.

Afterwards, I stayed to watch one of Wrangler’s best known features (from the first, gay part of his career), A Night at the Adonis. Filmed on location at the Adonis cinema in New York, the movie is a celebration of gay sexuality in its heyday. Watching the film in a movie theatre, at a film festival, in 2008, brought up a lot of interesting issues. The film is a porn movie about guys watching porn in a cinema and fucking to it. As audience members, are we supposed to watch this in a strictly “historical” context, ignoring the stimulating content or pretending that it doesn’t arouse us? Two guys in back of me seemed to answer this question as it popped into my brain. As far as I know, they were the only ones in the audience doing anything sexual as A Night at the Adonis played. Everyone knows that porn lost a lot in terms of quality in the transition from film to video to where we are today, and a lot of that has been blamed on technology. I agree to an extent, but watching A Night at the Adonis in the context of the Porn Film Festival made me realize another important fact that wouldn’t have occurred to me otherwise: namely, that whereas porn films were once made to fuck to, now they are made for the purposes of masturbation. Porn is no longer a public spectacle, but a private ritual – one that is meant to be hidden, that we are supposed to be ashamed of. Yet another reason why events like the Porn Film Festival are so necessary – to get rid of that stigma and treat sexuality as something that should be celebrated, rather than muted.

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Reviews: Disorientations.com is Travis Jeppesen – Todd Verow

Posted in reviews, Trashbacks by assistant2008 on October 31, 2008

Todd Verow

Todd Verow


Todd Verow at 3. Porn Film Festival Berlin

I have to admit that I haven’t seen any of Todd Verow’s previous films, but I admire the abrasive, fuck-you aesthetic you find in his latest, Where Your Heart Should Be, which received its world premiere last night at the Porn Film Festival Berlin (the film also screens tonight at 22:15 at Kino Eiszeit for any Berlin readers out there.) While I can’t say that the film is easy to watch, Verow obviously knows this and wouldn’t have it any other way. He wants the experience of watching the film to be as painful for the audience as it was for the filmmaker in making it.

Impossible to summarize, the film works as a sort of visual diary recording its author’s de-infatuation with love and sex. As Verow states early on in the film [paraphrase alert!], “You want a tagline? I’ll give you a tagline: Film is dead, porn is dead, love is dead, sex is dead.”

The texts employed throughout the film are as brutal and confrontational as the author’s own words, but most of them do not originate from him. Rather, they are taken from letters and e-mails sent by disenchanted ex-lovers. The film is spliced with lots of footage of Verow and his current partner fucking; otherwise, in interview/monologue segments, Verow hires various actors to play him, recounting painful memories of a pre-adolescent gang rape in graphic detail.

Where Your Heart Should Be had a noticeably divisive effect on its audience. There were quite a few walk-outs – always a sign that the filmmaker has done something right. For the fact is that most people are sadly average and don’t want to be confronted with words and images of ugliness and brutality. Those who test themselves by facing it head-on, however, often discover that there is also a lot of beauty embedded within those images. This is odd, because disenchantment isn’t supposed to be pretty. And the ambiguous barrage of emotions provoked by Where Your Heart Should Be tends to have a choking effect. Taken as a whole, though, I think Where Your Heart Should Be is a beautiful film – and the beauty lies in its very abrasiveness. The mere fact of its unclassifiability signifies a unique rogue presence in the world of independent filmmaking. I’m looking forward to tracking down more of Verow’s films.

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Reviews: Disorientations.com is Travis Jeppesen – Charles Lum

Posted in reviews, Trashbacks by assistant2008 on October 31, 2008

Charles Lum

Charles Lum

Charles Lum at the 3. Porn Film Festival Berlin

One of the highlights of this year’s Porn Film Festival was last night’s screening of a suite of short films by Charles Lum, The HIV Collection. Taken together, the films form a fractured feature of sorts that sustains itself thematically through a deployment of repetition that borders on confrontation, yet is never tedious. The films are extremely personal, and address various facets of the artist’s life as an HIV-positive gay man – particularly his pained ambivalence surrounding issues of sex and discretion.

Morning, Noon & Night serves as a sort of “day in the life” of Lum. Park, at only seven minutes, is one of the best (and funniest) films about cruising I’ve yet seen. The longest film, facts. SUCK, is as blunt as its title, portraying Lum’s conversations with his own doctors, shrinks, nurses, and pharmacists, then juxtaposing these interactions with footage of himself speaking directly to the camera on issues of desire and self-image. In Indelible, we are bombarded with a manic collage of the famous “pig guts” scene from the movie Carrie and footage of cumshots in bareback gay porn; the film is as disturbing as it is funny. Overdue Conversation is a split-screen conversation with one of his close friends, wherein each films the other, about whether it is necessary to disclose your HIV status before having sex with someone. Finally, “black” is another recorded conversation that takes place backstage at the Black Party in New York, wherein Lum interviews another friend about an unsafe sexual encounter he engaged in only moments before.

What makes these films feel so fresh, I think, is Lum’s near total disregard for cinematic convention. In many ways, his approach reminds me of that of the writer Peter Sotos, for whom the direct and explicit conveyance of information takes precedence over lofty notions of form and aesthetics. Lum brings the camera wherever he wants to go and uses it as a tool for his own ends – not to serve some unified conception of art or even a preconceived final product. At the same time, he is never grasping at straws in these films – the camera and the process of recording become an extension of his own being, and work hand-in-hand with whatever the situation happens to produce. There is nothing contrived here, and so it is never boring to watch – you literally don’t know what’s going to happen from minute to minute. It would be interesting to see if Lum could sustain this momentum over the course of a longer film.

In short, Lum’s willingness to submit to the momentary chaos of the life he lives, and generously presents, makes for fascinating viewing material. Taken together, the films comprising The HIV Collection form a complex self-portrait that lingers in the mind long after you watch it, sparking as it does so many questions: questions that are so important, most of us devote our lives to ignoring, rather than confronting them. It is for this reason I believe The HIV Collection will come to be regarded as a classic.

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Reviews: Disorientations.com is Travis Jeppesen – Katharina Klewinghaus

Posted in reviews, Trashbacks by assistant2008 on October 31, 2008

Science of Horror

Science of Horror

Katharina Klewinghaus at 3. Porn Film Festival Berlin

As someone who was addicted to slasher films as a child in the 1980s, and who went on to read a ton of feminist and queer theory at university in the 1990s, I’ve long been fascinated with the contradictory ways that women and sex are portrayed in the horror genre. It is a subject that has fascinated academics throughout the last decade, as well, and one that’s been in dire need of a documentary treatment for some time. Now, thanks to Katharina Klewinghaus, star of Bruce LaBruce’s new film Otto; or, Up with Dead People!, that documentary has arrived: Science of Horror, which was screened this weekend at the Porn Film Festival.

Klewinghaus had the savvy to bring together some of the more well known directors of the horror genre, as well as a range of writers and academics who have illuminated the subject through their work. While you might not agree with all of the arguments being put forth, Klewinghaus never appears to take sides and none of the points ever seem belabored – a sign of great filmmaking. Considering that this is Klewinghaus’s first feature, this is quite an impressive feat.

Women were largely relegated to one of two roles in the strictly codified proceedings of the horror film – the studious virgin/hero or the party-harty whore/victim. If I have one minor criticism of the film, it is that the (largely male) filmmakers interviewed failed to address the topic of gender. While they were eager to speak about the function of sex in the films – drawing comparisons to the language of pornography – it would have been interesting to hear their thoughts on the function of gender. Were they conscious of what they were doing in relegating the role of women in their filmic universes, or were their values so engrained in the cultural climate of America in the 1980s, wherein the moral majority was forcing its “family values” propaganda on the population, that they felt it necessary to reinforce these values through their art?

That aside, Science of Horror is one of the most intriguing documentaries I’ve seen this year.

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Pressemitteilung vom 29.10.08 – 3. PornfilmfestivalBerlin am Sonntag erfolgreich zu Ende gegangen – Die Preisträgerinnen und Preisträger

Posted in competition/Wettbewerb, Info, pressemitteilung by assistant2008 on October 30, 2008

PRESSEMITTEILUNG vom 29.10.2008
3. PornfilmfestivalBerlin 2008
22.-26.10 2008
in den Kinos Moviemento, Eiszeit & Xenon

3. PornfilmfestivalBerlin am Sonntag erfolgreich zu Ende gegangen -
Die Preisträgerinnen und Preisträger

Nach 5 Tagen voller aufregender, erotischer, überraschender und innovativer Filme aus aller Welt ist am Sonntag, den 26.10.2008 das 3. PornfilmfestivalBerlin 2008 zu Ende gegangen. Insgesamt 2.800 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen die insgesamt 105 Lang- und Kurzfilme des Festivalprogramms in den Berliner Festivalkinos Moviemento, Eiszeit und Xenon. Zu den Vorstellungen erschienen zudem mehr als 50 Gäste (RegisseurInnen, ProduzentInnen, DarstellerInnen) und weitere 100 akkreditierte JournalistInnen und FestivalorganisatorInnen aus aller Welt. Weitere 2000 Besucher konnten wir in unserer Nachtbar begrüßen, die jeden Abend im Anschluss an das Kinoprogramm eine bunte Mischung aus künstlerischen und musikalischen Performances anbot.
Im Rahmen der feierlichen Abschlussveranstaltung am Sonntagabend im Moviemento-Kino wurden die zwei Preise des Festivals vergeben. Eine Jury, bestehend aus den Filmschaffenden Manon des Gryeux (Paris), Charles Lum (New York) und Susanne Sachsse (Berlin) vergab den Preis des Internationalen Kurzfilmwettbewerbs, und Festivalgründer und Kurator Jürgen Brüning selbst vergab erstmals den maleflixxx.tv Award an den besten schwulen Film des Festivals.
Die Preisträgerinnen und Preisträger des 3. PornfilmfestivalBerlin 2008:

Internationaler Kurzfilmwettbewerb

Passion For Football (Passión por el Futbol)
Spain, 2006, 13 minutes, Rut Suso & Maria Pavón
Statement der Jury des Internationalen Kurzfilmwettbewerbs:

Charles Lum, New York, Filmemacher
Manon des Gryeux, Paris, Filmemacherin & Photographin
Susanne Sachsse, Berlin, Schauspielerin
“Wegen seines heißen, Tabu brechenden GIRLS T-ROOM SEX, wegen seines meisterhaften Sounddesigns und Musikeinsatzes, wegen seiner natürlichen, aber erregenden Darstellung, die zu einem überraschenden und humorvollen Ende führt, das Fußball und seine Fans nicht lächerlich macht, wählte die Jury Passion For Football zum Gewinner des Internationalen Kurzfilmwettbewerbs 2008.”
maleflixxx.tv Award:

Claudette
Switzerland, 2007, 63 minutes, Sylvie Cachin
Die Hauptdarstellerin Claudette bereicherte das Festival mit ihrer Anwesenheit, und der Film der Regisseurin Sylvie Cachin zeigte das Portrait einer unermüdlichen Kämpferin für die sexuellen Selbstbestimmungsrechte jedes Menschen jenseits festgelegter Genderkategorien und sexueller Orientierung.

Danksagungen

Der Dank des Festivalteams gilt all unseren Gästen und Zuschauern, die erneut dafür gesorgt haben, dass das PornfilmfestivalBerlin auch im dritten Jahr in einer so freundlichen wie inspirierenden, so kreativen wie kommunikativen Atmosphäre stattfinden konnte. Ferner danken wir all unseren Sponsoren, Kooperations- und Medienpartnern sowie den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, ohne die das Festival nicht hätte stattfinden können.
Eine Auswahl von Photos kann via office@pornfilmfestivalberlin.de angefordert werden.

Das PornfilmfestivalBerlin auf Youtube – German

Posted in Info, youtube by assistant2008 on October 30, 2008

SiegessäuleTV: Alles Porno? Das 3. Pornfilmfestival Berlin


3. PornfilmfestivalBerlin – der letzte Tag…..

Posted in competition/Wettbewerb, documentary films A-Z, Info, short films A-Z by assistant2008 on October 27, 2008

So sehen übrigens die Kuratorinnen und Kuratoren aus:

Wiebke, Manuela, Jürgen-Ersatz, Claus und Jochen

Wiebke, Manuela, Jürgen-Ersatz, Claus und Jochen

Der Boss

Der Boss

Heute ist der letzte Tag…

Im Eiszeit begann es mit dem wunderbaren Dokumentarfilm “Die Heide ruft…..” von Mirjam Mirwald, Danilo Vetter und Marius Zierold:

Matthias Vernaldi (links) und Danilo Vetter (rechts)

Matthias Vernaldi (links) und Danilo Vetter (rechts)

Im Moviemento platzte das Kino aus allen Nähten beim Lesbischen Kurzfilmprogramm…. und die Stimmung war Klasse!


Dann kam die Preisverleihung mit dem Preisträgerfilm:

International Short Film Competition

The winner is:

Passion For Football (Passión por el Futbol)

Spain, 2006, 13 minutes, Rut Suso & Maria Pavón

Statement of the Jury:

For its hot, taboo breaking GIRLS T-ROOM SEX, masterful sound design and music use, for natural but compelling performances that lead to a surprized and humorous ending which doesn’t ridicule football or its fans, the jury chooses Passion For Football as its choice for winner of the 2008 short film competition.

Wegen seines heißen, Tabu brechenden GIRLS T-ROOM SEX, wegen seines meisterhaften Sounddesigns und Musikeinsatzes, wegen seiner natürlichen, aber erregenden Darstellung, die zu einem überraschenden und humorvollen Ende führt, das Fußball und seine Fans nicht lächerlich macht, wählte die Jury Passion For Football zum Gewinner des Internationalen Kurzfilmwettbewerbs 2008.

Passion for Football

Passion for Football

The winner of the maleflixxx.tv Award is:

Claudette

Schweiz, 2007, 63 Minuten, Sylvie Cachin

Claudette

Claudette

Danach sollte als weiterer Höhepunkt der großartige chinesische Film “Mu Zi Mei” laufen. Nach den ersten Minuten blieb uns das Herz stehen: die charmante chinesische Produktionsfirma hatte uns eine DVCam OHNE jegliche Untertitel geschickt – bei einem Dokumentar-/Spielfilm natürlich eine mittlere Katastrophe. Aber einige Hartgesottene blieben bis zum Schluß in der rein chinesischen Fassung sitzen. Um Mitternacht gab es dann für die Fans, die geduldig gewartet hatten, eine Vorstellung mit den englischen Untertiteln von der Sichtungs-DVD.

Davor lief noch im vollen Kino der neueste Film von Petra Joy “Feeling it!”.

So ist am Ende doch noch alles gut ausgegangen, und wir sind nach einem reichhaltigen Festival zwar erschöpft und müde, doch glücklich!

3. PornfilmfestivalBerlin – der 4. Tag

Posted in Info by assistant2008 on October 27, 2008

Am Samstag war natürlich Kino-Tag, und die Kinos waren voll:

Eiszeit Kino am Samtag

Eiszeit Kino am Samtag

...

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Das Eiszeit am Samstag mit Moderator Kevin im Vordergrund

Das Eiszeit am Samstag mit Moderator Kevin im Vordergrund

Im Moviemento gab es u.a. die spannende Diskussion zu dem Film “Geiler Scheiß”, den Dokumentarfilm “Herzfeuer” und den Vortrag “Vampire, Zombies, Mumien und andere Sex-Monster” von Stefan Höltgen.

Stefan Höltgen mit Kurator Jochen Werner

Stefan Höltgen mit Kurator Jochen Werner

Ein Höhepunkt am Abend war die Vorführung von “Claudette” im überfüllten Kino:

Claudette und Sylvie Cachin

Claudette und Sylvie Cachin

Claudette und Sylvie nach dem Film

Claudette und Sylvie nach dem Film

Während des ganzen Festivals haben wir uns mittags immer mit allen Filmemachern und Mitarbeitern im “Mädchen ohne Abitur” getroffen:

Mädchen ohne Abitur

Mädchen ohne Abitur

Mädchen ohne Abitur

Mädchen ohne Abitur

Mädchen ohne Abitur

Mädchen ohne Abitur

Nach der letzten Vorstellung ging es natürlich wieder in die Nachtbar, die am Samstag mit Mouse und dem Fisting Club besondere Performances bot. (Die Fotos sind nicht jugendfrei ;-) ).

Charles Lum, Claudette und Kuratorin Manuela Kay in der dunklen Nachtbar

Charles Lum, Claudette und Kuratorin Manuela Kay in der dunklen Nachtbar

Das war der Samstag…..

3. PornfilmfestivalBerlin – der 3. Tag

Posted in Info by assistant2008 on October 25, 2008

Wir sind mitten im Festival, und heute habe ich auch endlich Fotos vom Eiszeit Kino, in dem parallel zum Moviemento unsere Filme laufen:

Kino Eiszeit

Kino Eiszeit

Das PornfilmfestivalBerlin-Plakat im Kino Eiszeit

Das PornfilmfestivalBerlin-Plakat im Kino Eiszeit

Claudia - die Kinobetreuerin im Eiszeit

Claudia - die Kinobetreuerin im Eiszeit

Stefan - Kinobetreuer im Moviemento Kino

Stefan - Kinobetreuer im Moviemento Kino

Heute gab es im Moviemento Kino die Lecture “Any Orgasm is A Small Echo Of The Big Bang” von Willem van Batenburg und die Retrospektive von Ole Ege. Im Eiszeit lief “Neo-Fetish Posture” von Manon des Gryeux in unserem Kurzfilmprogramm “Machtspiele” im ausverkauften Kino Eiszeit. Hier sitzen die beiden Regisseure mit unserem Jury-Mitglied Manon des Gryeux zusammen:

Willem van Batenburg, Ole Ege und Manon des Gryeux im Moviemento Kino

Willem van Batenburg, Ole Ege und Manon des Gryeux im Moviemento Kino

Spät in der Nacht haben wir uns alle im Kino Eiszeit mit dem Publikum bei “Edward Penishands” amüsiert und danach ging es natürlich wieder in unsere NACHTBAR in der Adalbertstrasse 9 in Kreuzberg.

Wir sehen uns morgen wieder!

3. PornfilmfestivalBerlin – der 2. Tag

Posted in Info by assistant2008 on October 24, 2008
Das Moviemento Kino mit Claudette, Thomas und Jürgen

Das Moviemento Kino mit Claudette, Thomas und Jürgen

Neben den Filmen gibt es im Wintergarten des Moviemento Kinos die Möglichkeit, an verschiedenen Ständen DVD’s, T-Shirts und Sex-Spielzeug zu kaufen:

DVD-Stand

DVD-Stand

T-Shirt-Stand

T-Shirt-Stand

Sexclusivitäten-Stand

Sexclusivitäten-Stand

Heute fand im vollkommen ausverkauften Moviemento Kino 1 der Internationale Kurzfilmwettbewerb statt unter den kritischen Augen unserer exklusiven Jury:

Charles Lum, New York, Regisseur/Director

Manon des Gryeux, Paris, Regisseurin & Photographin/Director & Photographer

Susanne Sachsse, Berlin, Schauspielerin/Actress

Susanne Sachsse, Manon des Gryeux und Charles Lum - die Jury

Susanne Sachsse, Manon des Gryeux und Charles Lum - die Jury

Fotos aus dem inneren Bereich der Kinos gibt es erst nach dem Festival, um Euch nicht die Spannung zu nehmen ;-)

Bis morgen !

3. PornfilmfestivalBerlin Opening night

Posted in Info by assistant2008 on October 23, 2008

Das PornfilmfestivalBerlin hat begonnen…..

Opening night im Moviemento Kino

PornfilmfestivalBerlin Plakat

PornfilmfestivalBerlin Plakat

Nicholas und Claus am Akkreditierungstisch

Plakat unserer Nachtbar

Plakat unserer Nachtbar

vor dem Sektempfang...

vor dem Sektempfang...

Sektempfang

Sektempfang

noch mehr Sektempfang...

noch mehr Sektempfang...

.....

.....

Sektempfang mit unglaublich hellem Barlicht....

Sektempfang mit unglaublich hellem Barlicht....

Das Festivalzentrum...

Das Festivalzentrum...

Zuschauerschlange vor dem Eröffnungsfilm

Zuschauerschlange vor dem Eröffnungsfilm

eine weitere Zuschauerschlange vor dem Eröffnungsfilm.....

eine weitere Zuschauerschlange vor dem Eröffnungsfilm.....

Wie es im Kino drinnen aussieht, müßt Ihr Euch selber anschauen….. ;-)

Viel Spaß!

Hier hätte Ihr Porno laufen können…

Posted in film programme, Info by assistant2008 on October 13, 2008

Hier hätte Ihr Porno laufen können…

Warum einige Filme bei diesem Festival fehlen

Das Pornfilmfestival heißt Pornfilmfestival, weil wir die Dinge nun mal beim Namen nennen. Auch wenn mindestens die Hälfte der gezeigten Filme gar keine Pornos im engeren Sinne sind, sondern Filme, die um Sexualität kreisen, oder um die Bedingungen, unter denen Pornos entstehen. Es werden Dokumentationen gezeigt, experimentelle Filme, softe Erotik, aber auch explizite Darstellung von Sexualität. Genauso gut hätten wir das Ganze verschwiemelt “Festival der alternativen Erotik” oder ähnlich unkonkret benennen können. Doch wir sind ehrlich und zugleich vielleicht ein bisschen provokant.
Dass uns das P-Wort nicht unbedingt ein Massenpublikum bescheren wird, war immer klar. Doch immerhin wissen die Leute, woran sie sind, und so kann ein geneigtes Publikum gezielt zum Festival kommen und sich durchaus überraschen lassen, was man unter Porno alles verstehen kann.

Womit wir als Macherinnen und Macher des Festivals allerdings nicht gerechnet haben, ist, dass das P-Wort auch für Filme, die sich explizit mit Pornographie und Sexualität beschäftigen, abschreckend ist. Wie froh waren wir über einige herausragende Produktionen, die wunderbar ins Programm, zu unserem Festival und unserem Publikum gepasst hätten. Filme, die sich in intelligenter Weise mit Sexualität, Rollenbildern, Klischees, Erotik und der Pornoindustrie auseinandersetzen. Dass nun ausgerechnet Regisseur/innen oder Produzent/innen solcher Filme die Nase vor einem Festival rümpfen, das sich offen mit Pornfilmfestival betitelt, ist überaus erstaunlich und sehr schade.

Wie gerne hätten wir beispielsweise den australischen Film “The Band” gezeigt. Der Film begeisterte das Auswahlkomitee nicht nur, weil es ein aufwändig produzierter Spielfilm ist, der gekonnt Handlung und expliziten Sex miteinander vermischt, sondern auch weil hier eine weibliche Regisseurin, Anna Brownfield, Sexualität aus weiblicher Sicht mit starken und interessanten Frauenfiguren beleuchtet. Doch, der internationale Sales Agent hatte “andere Pläne” für den Film, die nicht direkt auf die sexuelle Natur des Filmes hinweisen, und sagte dem Pornfilmfestival ab.

Die Dokumentation “Stalags – Holocaust And Pornography In Israel” von Ari Libsker trägt zwar das Word “Pornographie” im Titel, mit einem Festival unserer Art wollte man aber nichts zu tun haben. Dabei hätten wir den Film nicht nur gerne gezeigt, sondern seinem spannenden Inhalt – Pornogeschichten, die in deutschen Kriegsgefangenenlagern spielten und in Israel geschrieben und massenhaft verkauft wurden – gern einen ganzen Schwerpunkt im Festival gewidmet.
Schade, dass dieses interessante und brisante Thema nun unserem Publikum vorenthalten bleibt.

Ebenfalls um Porno, und zwar nur um Porno, geht es in der deutschen Dokumentation “9 To 5 Days In Porn” von Jens Hoffmann. Dieser ausführliche und alles andere als beschönigende Blick hinter die Kulissen der Pornoindustrie weltweit würde wohl auf kein anderes Festival besser passen. Doch auch hier strebt man nach Höherem und versagte uns die Aufführung.

Sehr gern hätten wir Sexualität in den 70er- und 80er- Jahren im legendären New Yorker Sex-Club Plato diskutiert und die erhellende Dokumentation “American Swing” von Matthew Kaufman und Jon Hart im Programm gehabt. Wir waren sicher, unser Publikum hätte sich für diese wilde Geschichte ausufernder Sexpartys, inspiriert von der schwulen Subkultur, hier umgesetzt von heterosexuellen Paaren und einigen prominenten Besuchern, interessiert und unser Festival hätte dem Film den geeigneten Rahmen geboten. Doch leider hatten die Regisseure andere Pläne mit ihrem Film.

Auch einer der künstlerisch wertvollsten und in seiner Machart interessantesten Dokumentarfilme, “Jan Saudek”, über eben jenen tschechischen Fotografen, bleibt uns vorenthalten. Die Arbeit Saudeks und auch sein unkonventioneller Lebensstil, unangepasst, bahnbrechend und rebellisch, hätten gut zum Festival gepasst. Leider nicht so in den Augen der Filmemacher, die sich in ihrer Haltung der eigentlichen Aussage des Films zwar verpflichtet fühlen, aber sich von ihren Anwälten (schlecht) beraten ließen, dass eine Teilnahme bei einem “Porno”-Festival die Mitarbeiter des Films kompromittieren könnte.

Diese wichtigen Informationen über gute und interessante Filme wollten wir unserem Publikum nicht vorenthalten.
Wir können nur unser Bedauern über die Haltung der Filmemacher und -macherinnen zum Ausdruck bringen und uns umso mehr bei jenen bedanken, die nicht nur gewagte Filme machen, sondern diese auch gern bei gewagten Festivals zeigen.

Die Kuratoren und Kuratorinnen
des 3. PornfilmfestivalBerlin

We don’t do Porn(festival)

Posted in film programme, Info by assistant2008 on October 13, 2008

We don’t do Porn(festival)

About films that are not in the festival

The Porn Film Festival is called so, because we like to say things as they are. Although many films in the festival aren’t even porn in the traditional sense. However we knew all along that the p-word in the title wouldn’t bring a mass audience to the festival. But the bluntness allows a target audience to go for it and be surprised about all the things that we think porn can be today.
Much to our surprise though, was the fact that the p-word is also a big “no no” for filmmakers and producers, even if their films are pornographic or deal with the porn-industry.
The selection committee was thrilled to be able to see some very interesting, witty and creative approaches in these films and was sure our festival would be the perfect stage to present this work. But apparently the maker, sales agents and marketing people disagreed.

For example we would have loved to show Australian feature film “The Band”, which combines the means of a feature film with explicit sex scenes and on top, being made from a female perspective by director Anna Brownfield. But the filmmaker had other plans with it.

Even though the documentary “Stalags – Holocaust and Pornography in Israel” by Ari Libsker has got the word “pornography” in its title the filmmaker refused to be connected in any way with a porn film festival. Sad, because we planned to put it as a centerpiece of the festival in order to discuss the very controversy issue of Nazi-terror-porn being popular in Israel, especially amongst former concentration-camp inmates.

Porn in the title and nothing else in the content we found in the German documentary “9 to 5 days of Porn” by Jens Hoffmann. This very revealing look behind the scenes of the porn industry worldwide would have been perfect for the festival, but the producers decided to rather compete with many other documentaries for other more mainstream festivals.

The story of the notorious swinger club Plato in New York and the excessive sex parties of straight couples in the 70ies and 80ies – inspired by the gay men’s sex culture of the time – as told in the interesting documentary “American Swing” would have been interesting to our audience, we thought. The filmmakers Matthew Kaufman and Jon Hart however preferred to offer it to other festivals.

And finally one documentary with one of the highest artistic qualities “Jan Saudek” about the Czech photographer also didn’t want to be part of our festival. Although it portrays the rebellious and challenging work of the erotic photographer Jan Saudek the filmmakers didn’t feel that the message of the films is anyhow obligating and were offering it to other festivals instead.

We can only express our deep regret about all these missed opportunities and wish to express our highest gratitude to all those who are not only making non-mainstream and daring, challenging films but also show these at festivals with the same goal.

The curators of the 3. PornfilmfestivalBerlin

PornfilmfestivalBerlin Trailer on google-video…

Posted in Info by assistant2008 on October 9, 2008
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